Samstag, 28. März 2015

Nachgedacht 2

Wer weiß schon...



Ich dachte immer, "Ehrlich währt am Längsten", dem ist aber nicht so.
Bin ich ehrlich, habe ich auch schlechte Karten.
Ich schreibe in "Ich-Form", für andere kann ich nicht schreiben, das wäre "Wir".
Manchmal hat man ja Tage, da ist man empfindlich und weiß nicht wohin mit seinem Ärger oder der Betrübnis. Anderen kann ich es nicht erzählen, weil es für sie nicht wichtig ist.
Am nächsten Tag ist es auch nichtig für einen selber. 
Ich sollte es doch nicht so auf die Goldwaage legen und cool bleiben, wie meine Enkel sagen. das ist nicht so einfach.
Alle stürzen sich ganz unauffällig auf den der seine Meinung ehrlich sagt, nicht mit der Welle mitschwimmt, Honig um die Bärte schmiert. Nur um vielleicht keine Nachteile zu haben, im Vordergrund zu bleiben, nicht nach unten zu rutschen.
Man kann sich drehen und wenden wie man will, Mobbing  findet auch im Kleinen statt.
 Es sind die kleinen Egoisten, die gern an erster Stelle stehen. Wem ist es wirklich egal? Ich kenne niemanden, auch wenn sie das Gegenteil behaupten. Wer will nicht Lob und Anerkennung! Man muss ja nicht dorthin wo man es nicht bekommt, die Streicheleinheiten, man tummelt sich da wo man gehört wird.
Im Internet ist es ein tägliches Geschäft.
Wie Du mir, so ich dir, ganz offensichtlich kann man es erkennen.
Es geht manchmal auch einfach nicht anders, wie soll man sonst andere erreichen.
Ich kann das einfach nicht, mir liegt es nicht und ich verdrehe mich auch deshalb nicht.
Normalerweise schreibe ich wenig persönliches im Internet sondern halte mich allgemein.
Mir liegt es einfach nicht meine persönlichen Empfindlichkeiten im Netzt auszubreiten.
Man sagt mir immer, du strahlst Ruhe aus, dir geht es gut, du  hast ein ausgeglichenes Wesen.
Stimmt das?
 Trage ich eine Maske, mein Gesicht ist ein anderes?
Mir geht es gut, ich bin dankbar für mein Leben, habe gesunde Kinder, und sage wie meine verstorbene Mutter, "ich bin zufrieden"!
Meine Ehrlichkeit und Offenheit hat Grenzen, hier und jetzt.
Wer weiß denn schon, was ich in meinem Leben erlebt habe. In meiner Kindheit, in meiner Jugend, überhaupt in meinem Leben. Wenn ich schrieb, sah es positiv aus nach außen, für mein Umfeld nur für andere.
Vielleicht habe ich mir alles erkämpfen müssen und aus meinen negativen Erfahrungen gelernt, das Positive zu sehen. Ich bin ein Optimist, ja, das hat mir vielleicht geholfen.
Meine Kindheit, meine Erziehung ,meine Krankheit, alle Erlebnisse die nebenher liefen, haben mich auch leiden lassen.
Ich schrieb ,
Man denkt du bist zerbrechlich
wie Porzellan
dabei bist du zäh und stark wie eine Staude
wenn man sie beschneidet
blüht sie umso mehr.
Das war mein Trost.

Ich will einfach lachen , fröhlich sein und positiv denken.
Mich nicht mehr über Nichtigkeiten ärgern und Wichtiges von Wichtigem unterscheiden.

Ich bin auf dem Weg aber die Enttäuschungen muss ich mitnehmen. Sie gehören zu mir auch wenn ich nicht direkt schuldig bin.
Ich habe nette Freunde im Netz gefunden, nette Autoren lieb gewonnen, lese sie gern. Die mich beflügeln, tolle Texte schreiben. Weil sie es gut können bewundere ich sie von Satire bis Märchen, von Lyrik bis Poesie und Prosa.
Schöne kreative Seiten auf denen ich mich aufhalte um Inspiration zu finden. Die mir Freude geben und denen ich dafür dankbar bin auch wenn ich es nicht sage.
 Es ist meine  stille Freude, die Freude die ich im Herzen spüre, und die Freude kann ich auch still weitergeben.
Sie wissen nicht alles von mir und so sehen mich mit anderen Augen, mit dem was ich ihnen zeige.
 
Manchmal, so wie heute, da lasse ich etwas frei fliegen und die Gedanken flattern ja auch nur dahin, zu denen, die mich verstehen und die ähnlich denken.
Im Unterbewusstsein wurde ich inspiriert, war wohl ein ähnliches Thema. Dies ist aber meins.
Es sprang gerade so aus meiner Feder und meinem Kopf.
Warum in diesem Blog? War eine spontane Idee, obwohl ich sonst überlege was ich schreibe und wohin.
Keine Biografie!
Nachtrag: ich habe festgestellt, alle wollen wie ich möglichst positives lesen, negatives gibt es genug zur Zeit.
Was wichtig für einen selber ist entscheidet auch jeder selber.So ist es Sissi, Danke!


© Klärchen


Kommentare:

  1. ... und ich sah was in der Luft - es flog frei - ich streckte beide Arme aus, fing es auf, hatte es lieb und ließ es wieder frei - frei für andere ...

    Liebe Grüße - Monika

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  2. Das hast Du mit schönen Worten gesagt ,Monika, und mich verstanden. Dafür danke ich Dir sehr,
    mit lieben Grüssen,
    Klärchen

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  3. diesen deinen Text hab ich mir noch einmal vorgenommen liebes Klärchen und mich dabei beim lesen gefragt: was hat sie bewogen, dies zu schreiben, was ist ihr gerade durch den Kopf gegangen, was hat sie inspiriert???...
    vermag es - natürlich - nicht wissen, es ist auch nicht wirklich für mich oder andere wichtig, wichtig ist nur, dass dieser Text als solcher HIER steht und anderen vielleicht für sich selbst zu denken gibt.
    dennoch "spürt " man hinter diesen Worten eine gewisse Verletzlichkeit. ( und das ist sicher beabsichtigt - denn sonst würde man es ja soo nicht schreiben...)
    ich sinne nicht darüber nach - und dennoch macht er mich nachdenklich, dieser text,
    das "negative fehlt" das positive hat Vorrang, hier, nun Klärchen, ich stelle auch ml "negativ wirkendes ein, denn wir leben nicht NUR in einer heilen welt, sondern in einer, die langsam irgendwie Stück für Stück zerfällt - da haben wir auch negatives zu akzeptieren und würden lügen und schön tun, wenn es das nicht im Leben gäbe...
    Ganz sicher gibt es LESER, die nur positives lesen möchten, aber dafür können sie sich doch heile Welt Bücher auf dem Wühltisch kaufen und H. Curths Mahler lesen, meinst du nicht auch?
    Genaauso denke ich, sind (manche ) LESER auch am realen, nicht immer hübsch buntem Leben interessiert und lesen gerne aus dem Abenteuer LEBEN ( ohne dass es sie gleichzeitig über Gebühr belastet..

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    1. Liebes Angel, ich danke Dir für deinen ausführlichen Kommentar, ich habe schon verstanden was du meinst.
      das Leben besteht aus beidem, positives und negatives.Negatives habe ich mehr als genug erlebt, das war auch der Hintergrund dieses Textes.
      Ich bin ein Mensch der nach vorne blickt und sich nicht in das Negative hineinsteigert, das ist für mich nicht gut. Darum denke ich positiv, muss allerdings auch heftig dafür arbeiten, es fällt mir nicht in den Schoss, auch wenn es so aussieht. Das schrieb ich ja auch.
      Ich akzeptiere Negatives genauso wie Positives,das Leben malt in bunten Farben, man muss nur richtig damit umgehen können. Es gibt Menschen die sich grundsätzlich das Negative herauspicken und darin aufgehen. man kann in Negativen auch immer positive Bilanz ziehen, man lernt ein ganzes Leben bis zum Ende.
      H.Curths Mahler habe ich noch nie gelesen, aber akzeptiere auch wer Fan von solchen Geschichten ist. Immerhin scheinen sie Positiv und schön gemalt. Eben heile Welt, die es ja nicht nur gibt,auch wenn es so aussieht bei manchen Menschen. Sie tragen es nicht nach außen.
      Das Wetter ist nicht schön, aber zwischendurch schaut die Sonne hervor und lässt hoffen. Zumindest hat der Sturm nachgelassen.
      Dir liebe Grüße, klärchen

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  4. Leise summt die Seele ihre Melodie -

    Gefühle weich und warm,

    zusammengerollt wie eine Katze,

    schnurrend neben dem Kamin.

    Zuhause, geborgen in sich selbst,

    ein Friedenslicht erhellt die Welt.

    H. F

    Liebes Klärchen,
    deine Worte haben mich berührt,
    egal was von aussen auf uns zukommt, Glück und Leid,
    Freude oder Enttäuschungen, es sind Wolken die weiterziehen,
    wenn wir nicht versuchen sie festzuhalten,-
    bleiben wir frei.
    Mit liebem Gruß zu dir
    Helga

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  5. "wenn wir nicht versuchen sie festzuhalten, dann bleiben wir frei", wie wahr, liebe Helga.
    Dein Gedicht, ich schrieb es Dir ja schon, würde ich gern auf meiner Lyricweb, veröffentlichen, natürlich mit (c)
    Dankeschön für Deinen verstehenden Kommentar, liebe Grüße, Klärchen

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  6. Vor einiger Zeit habe ich beschlossen, mir die negativen Nachrichten nicht mehr anzutun.
    Natürlich ist das Ignoranz vor der Wirklichkeit, doch was ist wirklich wichtig im Leben. Das eigene Sein will gelebt sein und es bringt nicht nur Schönes mit. Alles Positive und Negative macht uns erst zu dem Menschen, der wir sind. Wieviel wir preisgeben, liegt an uns und die Öffentlichkeit muss nicht alles erfahren.
    Da einige Passagen im Text gelöscht wurden, ist er für mich unvollständig. Ich kann also nur auf das Geschriebene eingehen und denke, es ist auch nicht wichtig, denn es handelte sich um Vergangenes.
    Wieviel Vergangenheit auch immer mit in die Zukunft genommen wird, entscheidet jeder von uns selbst.

    Dir, liebe Klärchen, genussvolle Ostertage ...
    sissi

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  7. "Wieviel Vergangenheit auch immer mit in die Zukunft genommen wird, entscheidet jeder von uns selbst. "
    Da hst Du recht Sissi. Von Müll muss man sich trennen, Wertvolles darf man behalten wenn man will !
    Bei manchen ist aber die Seele verletzt und die braucht Zeit zum heilen!
    Dir nochmals schöne Tage wo auch immer, Klärchen

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  8. oh - hier hat sich aber einiges - sowohl im beitrag textisch als auch in den Kommentaren geändert oder ist hinzugekommen, ich lese aufmerksam, leise vor mich hin, vertiefe mich in die meinung von links von rechts, in die textgedichte die so schön sind....
    und ins Zitat, das jeder anders erlebt,
    mache brauchen und wollen ihre Vergangenheit nicht, weil sie zu schmerzlich oder böse ist, unerträglich scheint, andere wiederum brauchen sie vor Augen, vergessen sie nicht weil sie damals - als das geschah was nicht geschehen sollte - nicht verarbeitet wurde und: arbeiten es jahrzehnte später auf um geheilt zu sein ,um neu anfangen zu können, so ergibt sich Bild für Bild das was für jeden richtig ist...
    Und nie nichtig bleibt...

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