Samstag, 7. Dezember 2013

Wintertexte



 Die stille dunkle Zeit...da ist sie wieder 2014
hat sich etwas verändert?
In der Welt ist viel geschehen und Kriege werden mehr denn je geführt,
 im Iraak, Attentate in Afghanistan, Ukraine, Kenia, dann der Kampf gegen Ebola in Afrika,
Hochwasser, Naturkatastrophen, Religionskriege haben zugenommen statt abgenommen.
Lernen die Menschen endlich daraus, dass Gespräche und Toleranz der  einzige Weg zum Frieden sind. Ich bin gegen Waffen auch 2014!

2014

Bringt uns zum Nachdenken,

lässt uns Gedanken sammeln,

in uns gehen, Neues entdecken und hoffen.

Bald ist es wieder soweit,

Weihnacht ist nicht weit

laufen und Geschenke kaufen.

Bücher lesen bei Kerzenschein,

knistern im Kamin.

Es ist kalt, ein Spaziergang

im Wald tut gut.

© Klärchen



Winter in meiner Kinderzeit

Im Winter erfasst mich in der heutigen Zeit immer eine Melancholie.
Ich erinnere mich an die Winter in meiner Kinderzeit. Da gab es bei uns in Ostfriesland noch lange Winter und viel Schnee.
Zur Schule musste ich vier Kilometer laufen. Wenn es geschneit hatte versanken wir bis zur Hüfte im Schnee und kamen manchmal nass in der Schule an.
Im Garten bauten wir Schneemänner, die tagelang standen ohne zu tauen.
Schön war es,  wenn wir Iglus bauten aus vielen großen  Schneerollen. Wir bauten sie mit einem Dach und drinnen war es richtig warm. Glück haben wir gehabt, dass sie nicht zusammenstürzten, sonst wären wir sicher im Schnee erstickt. Wenn es nicht schneite, war der Frost so stark, dass überschwemmte Wiesen und Entwässerungsgräben zufroren und wir darauf  Schlittschuh liefen.  Eisrutschen war angesagt, für alle die keine Schlittschuhe hatten, wir nannten es schlittern. So verabredeten sich viele Kinder zum Schlittern. Je mehr gerutscht wurde, desto glatter war die Eisfläche. Unsere Mutter war ganz schön sauer, wenn die Sohle unserer Schuhe durchgerutscht  war. Der Frost hielt oft zwei Monate an.
Im Winter war es auch immer sehr gemütlich bei uns. In der Wohnküche stand ein Ofen mit Ringen, der mit Torf beheizt wurde, später mit Kohle und Brikett. Darauf wurde aber auch gekocht.
Alles spielte sich in der Küche ab am warmen Ofen und die Familie saß eng zusammen.
Die Wohnstube wurde nur beheizt am Wochenende und wenn Besuch kam.
Es wurden viele Gesellschaftsspiele am Wochenende auf dem Küchentisch gespielt, denn einen Fernseher gab es erst 1960. Dann schaute ich mir am Sonntag die Mumienfamilie in schwarz- weiß an. Wir waren als kleine Kinder bei Wind und Wetter  draußen, im Sommer und auch im Winter. Erkältungen gab es wenig, wir waren immer abgehärtet. Vorbeugend gab es heiße Milch mit Honig. Je älter ich wurde, desto kürzer  und wärmer wurden später die Winter.
Heute sehen die Kinder bei uns noch selten hohen  Schnee und sie müssen in Winterurlaub in die Berge fahren. Mit Glück schneit es 10 cm manchmal auch etwas mehr und sie können einen Schneemann bauen und Schlittenfahren. Das hält aber immer nur ein paar Tage  an.
Entweder ist im Norden der  Winter frostig und kalt oder es regnet und ist sehr ungemütlich.
Dann liebe ich meinen Kachelofen besonders,  und denke an die Winter in meiner Kinderzeit.

© Kärchen





So sanft werden wir landen wie die Schneeflocken

auf der Erde


So  weiß, so rein, so unschuldig
Wie Schnee so sanft zur Erde fällt
So werden wir geboren
Doch was wird aus uns?
Knallhart sind wir im Geschäft
und müssen uns durchs Leben kämpfen
und oft läuft dann auch noch alles
den Bach hinunter.
Doch die Kälte die uns umgibt,
kann durch Menschlichkeit
und Liebe vertrieben werden
es gäbe Frieden auf Erden
So wie der Sturm den Schnee vertreibt
So wie nach dem Frost  die Eisblume bleibt.

© Klärchen


 

Kommentare:

  1. Ein schönes Gedicht und ein klasse Erinnerungstext. Habe ich gern gelesen und mich in so manchem wiedergefunden.
    Gruß vonner Grete

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    1. Ach, wie nett, Grete Meier war da.
      Es ist auch mal schön, sich an die Kindheit zu erinnern.
      Ein schönes 2.Adventswochenende wünscht Dir Klärchen

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    2. Ach Klärchen, da werden Erinnerungen wach ... Schnee, so hoch, dass er in die Schuhe rutschte. Schlittenfahren, bis die Füße fast Eisklumpen waren. Zuhause wurde ein Stein aus dem Ofen geholt, um sie wieder aufzutauen. Schlittern... kenne ich auch. Gleitschuhe... habe ich noch welche.
      Die guten alten Wintertage, an denen nur in der Küche ein Feuer brannte. Das Haus war kalt, man schlief mit Wärmflasche unterm Plümo und an den Fenstern gab es Eisblumen.
      Trotz aller Beschwerlichkeit war es eine wunderbare Zeit, einzig, frieren auf dem Plumpsklo, das möcht ich nicht mehr...lach.
      Ein schöner Erinnerungstext und eine feine WinterLyrik, liebe Klärchen

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    3. Liebe Sissi, Du hast es auch noch erlebt?
      Steine im Backofen erhitzt in einem Handtuch gewickelt, Bett vorgewärmt und dann ab in die Heia an kalten Wintertagen.
      Das Pumsklo bei Kälte war eine Strafe.
      Gut, dass es sowas nicht mehr gibt bei uns.
      Schön, dass du hier lesen und kommentieren konntest.
      Liebe Grüsse und eine stressfreie Woche, jedenfalls weniger als üblich,
      Klärchen

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  2. das klingt mir nach Bayernwinter in den 50ziger Jahren, ja da gab es Massen an Schnee in dem die Füße fast bis an die Oberschenkel verschwanden....
    ob es seither je noch einmal so viel Schnee irgendwo außerhalb der Berge gab? Ich erinnere mich nicht, hörte aber, im Vogelsberg war es vor ca 4 Jahren ähnlich - nämlich meterhohen Schnee in dem man sich regelrecht bis an die Haustür kämpfen musste....
    dein Wintergedicht: wunderschön....

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