Freitag, 17. Oktober 2014

Lebensgedanken

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Lebensgedanken und mehr

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Lebensgedanken
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Rezensionen

Caminito

1. Ein sich Genügenlassen an dem, was uns gerade vor der Tür steht, ist eine Kunst, die - wenn wir sie pflegen - zu einer inneren Gelassenheit führt. Ein ruhiges Fließen huscht durch Deine Zeilen.
2. Würden wir mehr mit diesem Bewußtsein den Tag beginnen, wir würden vielleicht weniger, dafür aber gehaltvollere Spuren hinterlassen.
3. Welch ausdrucksstarkes Wort Du hier gebrauchst: "Ehrfurcht". Das paßt sehr fein zum Bild der alten Eiche, die unter ihrem Blätterdach einige Geheimnisse bewahrt, die uns zwischen den Zweigen ganze Lebensgeschichten erzählen. Und über den Gräbern liegt ein Schweigen.
4. Mit solchen Schicksalen alter Menschen war ich seit meiner Kindheit umgeben. Manche murrten über ihr Altwerden mit all seinen Beschränkungen, manche nahmen es aus Gottes Hand und manche konnten mit der Vergangenheit keinen Frieden schließen. All das und noch mehr lese ich aus Deinen eindringlichen Versen, die auch einen Aufruf beinhalten an den, der über sein Altwerden bewußt nachzudenken bereit ist.
5. "Du bist gegangen vor dem Schnee." Allein darin liegt eine Poesie, die das Leben schrieb. Ja, der Herr lenkt unsere Schritte und kann denen Trost schenken, die einen lieben Menschen für kurze Zeit verlieren. Manchmal denke ich: Wieviel weniger Abschiedsschmerz würden wir empfinden, wenn wir uns mehr aufs Wiedersehen freuen könnten:-)
6. Das Ge-Wohnte wird von vielen als langweilig, grau und alltäglich beschrieben, und doch liegt darin das Wort "Wohnen" - etwas, das wir in der Hand haben, es mit Leben zu füllen, etwas, das uns Halt gibt, so wir es mit Bildern der Erinnerung zu schmücken und auszumalen verstehen, die uns mal anstupsend, mal mahnend wieder ins Jetzt atmen lassen. Denn auch in ein Neues nehmen wir unser Altes mit. Starke Wortzeichnungen von Dir!
7. Hier finde ich die Verbindung von "Reue" und "Klagen" interessant, denn ich bin überzeugt, daß wenn jemand etwas bewußt bereut, wagt nur derjenige, ihm Vorhaltungen über den Zustand eines Gegenwärtigen zu machen, der sich selbst nicht hinterfragt. Täte er dies, fände er genügend Gründe für sein Mitbeteiligtsein.
8. In Verbindung mit dem Foto wirken die Worte wie eine wirkungsvolle Grenzlinie zwischen Vergänglichem und Ewigem. Wir haben es selbst in der Hand zu wählen, aus welcher Perspektive wir den Tag betrachten.
9. Das ist nicht schwer, dem Kindlichen Raum zu geben. Erst gestern hab ich mit Mutter zusammen den Tag mit hellbunten Farben bemalt - und das, obwohl der Himmel grau war:-)
10. Diese Verse gleichen einem hauchzarten Flügelschlag aus filigransten Traumgebilden, die unserm Alltag ein Lächeln entlocken können, so wir ihnen ein Eckchen der Erinnerung zuweisen.
11. Ich glaube nicht daran, daß die Menschheit noch einmal aufwachen wird. - Als Einzelne können wir dort etwas bewirken, wo wir gerade stehen, und manchmal schmerzt es zu wissen, daß wir nicht viel verändern können. Und doch kann gerade dieses "Wenige" nachhaltige Spuren hinterlassen.
12. Für manche mag dieses Land "nur" in der Phantasie bestehen. Ich freue mich auf das Tausendjährige Friedensreich, wo genau das, was Du in Deinen einfühlsam geschriebenen Versen zum Klingen bringst, zur erlebbaren Wirklichkeit wird:-)
13. Wenn die Amapola ein Blütenblatt verliert, gleicht es einem kleinen Leuchtbeben. Freuen wir uns aufs nächste Jahr, in dem uns ihr flammendes Auge wieder lacht:-)
14. Wer dieses Anteilnehmen pflegt, wird daraus Kraft schöpfen können. Dort, wo wir uns dem Nächsten wahrhaftig zuneigen, ohne etwas zurückzuverlangen, beginnt das Lied der Zuversicht das uns Umgebende mit reichem Klang zu füllen:-)
14 Herzen müßte ich Dir jetzt schenken, leider kann ich nur eines da lassen. Ich freue mich immer, wenn ich über die Profile anderer auf "richtige" Bücher wie dieses hier aufmerksam werde, die einem neue - nachhaltige - Impulse zum Nachdenken bieten und zu kostbar sind, um sie mit einem kurzen Kommentar "abzufertigen". - Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes, weil Bilder und Worte sich zu einem harmonischen Ganzen fügen.



Enya K.

"wo der Mond die Sonne küsst....",
auch wenn wir dieses land nie betreten, ein wenig davon sollten wir in uns und unseren Träumen haben.
Nur so wird es gelingen, das immer wieder wahrzunehmen,was an Leben in uns ist.
Hier zeichnet die Autorin mit ihren beinahe schlichten, aber bildgebenden Worten den Facettenreichtum des Lebens auf: das Kindliche, die Träume, Natur, aber auch Alter und Tod finden hier Raum.
Klärchen nimmt nicht nur wahr, sie hat auch Worte dafür, die manchmal hoffnungsvoll, beinahe freudig sind, aber auch zweifelnd und wehmutsvoll.
Das Leben schreitet fort, zieht vorüber, ist vergänglich, Altes, Vertrautes muss Neuem Platz machen, aber dennoch bleiben Spuren.
Ja, wenn Bäume sprechen könnten, sie würden uns viel erzählen, würden berichten vom menschsein und auch ganz individuellen Schicksalen. Könnten wir ihnen lauschen, wäre es vielleicht einfacher, alles als ein großes sinnvolles Ganzes zu begreifen.
Wunderbare Fotos begleiten den einfühlsamen Text und beim Lesen spürte ich Ruhe.
Liebe Klärchen, wieder ein sehr schönes Buch, das mich begeistert.
lg
Enya

1 Kommentar:

  1. wunderschöne, tiefe und innige Kommentarevoller Interesse begleiten deine Texte, nehmen dich wahr wie du bist wenn du etwas beschreibst.
    Scön, dass sie nun unter dem Bild mit beigefügt sind, so geht die Anteilnahme an den Buchtexten und Bilder nicht gänzlich verloren auch dann nicht wenn die Bücher nicht mehr verfügbar sind.

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