Freitag, 9. Januar 2015

Miet mich

Mieten oder lieben ?



Schlagzeile in der Verden-Aller - Zeitung     Blick in den Norden
"Der Hund auf Zeit" von Ralf E.Krüger
Miethunde erobern als Geschäftsidee den deutschen Markt.

Geht`s denn noch?
Kommt natürlich aus den USA, Rent-a-dog.
So was muss man doch übernehmen. 
Ich miete mir einen Schäferhund und wenn er mir zu groß wird, gebe ich ihn nach  Monaten zurück und hole mir einen Dackel.
Ein kleiner Hund passt gerade in meine Lebensplanung.
So durchlaufen die Hunde mehrere Besitzer. Was ja eh schon oft genug passiert.
 Sie werden aus verschiedenen Gründen vom Besitzer an das Unternehmen abgegeben und von dort wie beim Autoleasing an Menschen weiter vermietet.
Sind sie zu alt, so wie ein  Auto auch, oder er passt nicht in die Wohnung oder zum Mieter, beendet man den Mietvertrag. Es ist gerade Urlaubszeit, da gebe ich ihn zurück.
Das einzig Gute daran, er wird nicht ausgesetzt.
Eine Tierärztin in Bremen unterstützt das Ganze. Da kommt bei mir so leichte Wut hoch.
Wer least sich ein Lebewesen auf Zeit?
Wie immer geht es doch nur ums Geldverdienen und purem Egoismus. es ist bestimmt nicht das Bedürfnis einen Hundes, ständig den Besitzer zu wechseln, was ja ohne weiteres der Fall sein kann.
Die Tierheime sind voll, da bekommt man umsonst einen Hund und notfalls nehmen sie ihn auch zurück.
Man kann mit dem Hund spazieren gehen und ihn kennenlernen, auch als Pate.
Es wird schon soviel Schindluder betrieben beim Hundeverkauf, nun noch vermieten finde ich abartig. das hat mit Tierliebe nichts zu tun.
Wie mag sich ein Hund fühlen, der als Prestigeobjekt gemietet aber nicht vom Besitzer richtig geliebt wird.
Keine gute Geschäftsidee und ich hoffe sie erobert nicht den deutschen Markt, und es bleibt ein Einzelfall.
Klärchen

Je Suis Charlie

Kommentare:

  1. Liebes Klärchen, das hab ich auch gelesen...
    MIetscheering - das gibts bei Autos - (keine schlechte Idee..
    bei Wohnungen (die man auf Zeit anmieten kann)
    Bei Geräten jeder Art - (Nachbarschaftshilfe und oder Tausch)
    aber jetzt auch bei lebenden Wesen ist natürlich ein absolutes !! NO go! und unbegreiflich sowie unmöglich in meiner Vorstellung...
    dass man vom TH sich ein Tier aussucht ( übrigens zwar relativ kostensparend im gegensatz zu den Preisen beim Züchter - aber beileibe nicht ummesonst...a* Katz kostet zwischen 100- und 150.-€ an Übereigniskosten (TA,Impfausweis und Verpflegung) - was im einzelnen ein HUnd KOSTET weiss ich nicht -
    und dann nach einiger Zeit festgstellt - "die harmonie und das Zusammenleben klappt nicht und man muss - wenn auch schweren herzens den Hund/die Katz - zurückgeben - ja das passiert hin und wieder und ist dann auch eine vernünftige Lösung (sein investiertes kriegt man natürlich nicht damit zurück)...ich denke man kommt auf verschiedene Art und Weise zum Tier,
    dafür entscheiden geht nur auf Lebenszeit und dazu hat man sein Verantwortungsbewusstsein und ein Bewusstsein überhaupt...
    ein engagierter Beitrag....

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  2. mittlerweile habe ich den ARtikel - liebes Klärchen - auch im Netz gefunden (http://www.insuedthueringen.de/ueberregional/boulevard/Der-Hund-auf-Zeit-wird-zum-Geschaeftsmodell;art2794,3811760)...hat mich doch sehr neugierig gemcht, allerdings steht da: auch noch etwas anderes zuzüglich - nämlich, dass Tiere aus dem Tierheim auf Zeit an die Besuche in den Altenheimen verliehen werden und das ist keine schlechte Idee (wenn sich ein Tier dazu eignet) die Langeweile eines Wesens zu durchbrechen das beispielsweise völlig unbeachtet im Tierheim vor sich hinvegetiert, damit gibt man ihm eine Aufgabe. Etwas zu tun, Das Thema kann also durchaus von unterschiedlichen Seiten beleuchtet werden...es kommt wohl immer auf den Einzelfall an..und erfordert sicherlich eine größere Diskussion.

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  3. Es gibt wohl nichts, was es nicht gibt! Unglaublich!
    Ich finde es allerdings in dem Sinne wie Angel es beschreibt gut, Hunde ins Altenheim zu lassen oder auch andere Tiere, die den Menschen dort Freude machen können und ihre Streicheleinheiten bekommen. Es gibt ja so viele Tiere, die in Tierheimen auf Aufmerksamkeit warten.
    Ein schönes Wochenende und viele Grüße
    Regina

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  4. Liebes Klärchen!
    Tiere zu leasen? Wenn man darunter versteht, Tiere nach Gutdünken zu holen und wieder abzuschieben ist das für mich nicht akzeptabel und es sollte verboten sein.

    Tiere haben genau wie wir eine Seele und sie fühlen Freude, Trauer und Schmerzen genau so wie wir, nur können sie unsere Sprache nicht sprechen. Das gibt uns nicht das Recht, sie wie ein Möbel hin und her zu schieben. Tiere bedeuten Verantwortung.

    Wenn Tierheime, aufgrund von Personalmangel darüber froh sind, dass man stundenweise – so wie man es sich selber einrichten kann – mit einem Tier in die Natur geht, finde ich es eine gute Sache. Man zahlt dann auch einen Obolus, d.h. man ist Mitglied und auch dadurch steuert man zum Erhalt des Tierheims ein wenig bei. Außerdem müssen Personaldaten hinterlegt werden.

    Wenn Tiere für Filmaufnahmen „geleast“ werden, so ist immer „unsichtbar für den Zuschauer“ die Beziehungsperson im Hintergrund. Das kostet natürlich, jedoch werden die Tiere nicht fremden Menschen „überlassen“.

    Tiere sind, soweit mir bekannt, niemals Eigentum eines Altenheims. Unter Schutz der Bezugsperson besuchen sie Altenheime und das finde ich total in Ordnung, wenn sich ein Tier dafür eignet.

    Bezüglich einer Patenschaft muss man unterscheiden zwischen einer passiven Partnerschaft, die sich darauf beschränkt, dass man ein Tier finanziell unterstützt, evtl. noch einen Namen aussuchen darf, sonst aber diese Tiere in ihrem Umfeld (z.B. Zoo) verbleiben und von Tierpflegern betreut werden. Die andere Patenschaft kann man übernehmen für Tiere, die später ausgebildet werden als Blindenhunde, Begleiter für Behinderte usw. Diese Patenschaft dauert vom Welpenalter (ca. 6 – 8 Woche Lebensalter) bis zum Zeitpunkt des Beginns einer Ausbildung, also in der Regel bis zum ersten vollendetem Lebensjahr. In diesem Jahr der aktiven Patenschaft wird den Paten gewisse Auflagen gemacht. Es ist ein intensives Jahr mit einem Tier und es ist auch schwer, es wieder abzugeben. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Tröstlich ist, dass diese Tiere nach der Ausbildung nur in wirklich gute Hände gegeben werden und der Ausbilder mit dem Tier und der zukünftigen Bezugsperson mindestens 4 Wochen zusammen verbringt. In dieser Zeit gewöhnt sich das Tier an seinen neuen Besitzer und der neue Besitzer lernt das Tier kennen und wie er damit umzugehen hat. Zeigt er sich nicht würdig, wird der Ausbilder das Tier nicht dort lassen, sondern es wieder mitnehmen.

    Liebe Grüße von
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid, wir waren zur gleichen Zeit hier am Schreiben, sehe es gerade. Wir sind gleicher Meinung (siehe unten).auch was die Paten betrifft. bei uns im tierheim gibt es Paten die auch mit den Hunden spazieren gehen und sich beständig um sie kümmern
      Danke Dir sehr für Deinen Kommentar, Klärchen

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  5. Tiere aus Tierheimen zum Altenheim mitnehmen, das gibt es bei uns auch, damit bin ich einverstanden.
    Eine Spende für das Tierheim wäre angebracht.
    Bei juns gibt es ja Paten für Hunde im Tierheim die solche Aufgaben gern übernehmen und gleichzeitig etwas Gutes tun, sich mit alten Menschen unterhalten.
    Es gibt auch Privatleute die mit ihren Hunden Heime besuchen, sie sogar dafür ausbilden. Die Hunde sind aber keine Miethunde sondern im dauerhaften Privatbesitz.

    Ich halte von diesem Geschäftsmodel mit Lebewesen nichts.
    Alles andere kann man von mir aus mieten, Wohnung, Auto, Werkzeug usw. das gibt es ja schon länger.
    Was kommt als Nächstes, Kinder ?
    Auch mit Pflegeeltern gibt es Probleme, wenn sie Kinder wegen des Geldes in Pflege nehmen.
    Die beweggründe sind sehr unterschiedlich, ich nehme mal das Gute an. Kinder können sagen was sie möchten, Tiere nicht.
    Ein schönes Wochenende und danke für eure Kommentare bis hierher, Klärchen

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  6. schön wenn so ein Thema interessante Diskussionen auslöst, ................. gefällt mir sehr...und ist zu empfehlen...

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    1. Ja, Angel, das freut mich auch sehr. Wir könnten aber auch mal telefonieren. Schreiben scheint einfacher zu sein, obwohl es auch in Kürze nicht gesagt ist, was man meint...lach.
      einen schönen Sonntag wünsche ich aber allen die hier schauen, Klärchen

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  7. Auch ich finde, dass das Vermieten von Hunden keine gute Sache ist und in vielen Fällen ja geradezu auf Tierquälerei hinausläft. Gerade Hunde brauchen eine feste Bezugsperson und das ihr ganzes Leben lang.
    Die von Angel erwähnten kurzfristigen Besuche in Altenheimen sind dagegen oft für beide Seiten ein Gewinn.

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