Mittwoch, 17. Juni 2015

Fragen an dich selbst





Fragen

In den verschiedenen Blogs finde ich Texte , Gedichte,
da denke ich, sie kommen aus der Tiefe und wollen raus.
Ich finde es dann sehr mutig von den jenigen im Blog darüber zu schreiben.
Oft sind es emphatische Menschen, die mitfühlen
und die Probleme anderer sehr ernst nehmen.
Dabei vergessen sie an sich selber zu denken,
fressen etwas in sich hinein um .nicht aufzufallen, neutral zu bleiben,
nicht anzuecken um nicht zu verlieren
 was sie um sich aufgebaut haben.
Sie geben mehr als sie nehmen, das Gleichgewicht fehlt.
Ich fand in meinem Archiv einen Text den ich ach, was weiß ich, schon lange her,
in die hinterste Ecke gelegt hatte.
Nun habe ich ihn hervorgeholt und kann mich verstehen.
Heute habe ich mich gefunden, es ist aber immer wieder Arbeit,
Es ist nicht alles Gold was glänzt. meine Biografie ist voller Stolpersteine,
nur ich habe sie selber aus dem Weg geräumt und bin immer noch dabei.
Damit möchte ich sagen, man muss sich selber fragen, was man will,
die Antwort suchen.

Ich finde ,ein trauriger Text, aber auch schön, er spielte in meiner
Lebensgeschichte immer mal wieder ein Rolle
von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter.

Endlich kann ich weinen
Ich bin gewachsen an mir selber, ich bin noch nicht geheilt in mir,
aber ich weiß warum ich so bin ,wie ich bin.
Allein habe ich den Weg gefunden, mein Ziel noch nicht erreicht.
Ich beginne zu laufen und bekomme viele Stolpersteine in den Weg gelegt.
Man legt mir die Steine vor die Füße, die ich eigentlich hinter mir gelassen habe.
Meine Seele hat so oft geweint bis keine Tränen mehr kamen.
Einfach verschluckt, getrunken, in mir das Wasser des Lebens.
Das Weinen habe ich wieder gelernt.
 Heute weine ich nicht um mich,… mit mir, und um andere.
Manchmal kommt dieses Schluchzen, das Unterdrücken der Tränen,
so wurde es mir beigebracht.
"Wenn Du weinst, bekommst du noch mehr."
Diese Angst hat mich stark gemacht.
Dieses Meer in mir will ich nicht,
 die Enttäuschungen, die immer wieder kommen,
möchte ich auch nicht.
1990 K.S.

Kommentare:

  1. Hu, Klärchen,
    ein ganz heikles Thema. Es ist so wichtig, dass wir auf uns
    hören - in uns hineinhorchen. Dein Text ist ein Anstoss. Solche
    Anstöße sollte es viel häufiger geben. Manchmal starte ich
    auch einen Versuch. Ich finde, dass gerade diese Blogs viel
    geben können. Man muss sie suchen. Sie fallen nicht sofort auf.
    Ich freue mich, dass ich dich hier gefunden habe. Für mich bist du
    eine enorme Bereicherung. - So das muss auch einmal gesagt werden.
    Ein sonniges Bergfest wünscht dir
    Irmi

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  2. Genau wie die Irmi möchte ich mich auch ausdrücken, schön, dich in diesem virtuellem Universum gefunden zu haben !
    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. da haben wir uns gerade gekreutz ,Jutta.
      Ich freue mich auch hier einige liebe Menschen gefunden zu haben, eine Bereicherung ist es allemal.
      Dir schicke ich auch die Worte ,die ich an Irmi geantwortet habe.
      Danke Dir ,ganz herzlich, hatte Dich schon vermisst...lach, Klärchen

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  3. Liebe Irmi, Du hast mich mit Deinen Worten gerührt, so etwas höre ich nicht oft und macht mich verlegen. Ich kann Lob schwer einstecken, ach,das ist eine andere Geschichte...
    danke Dir herzlichst und es freut mich sehr wenn ich etwas erreiche mit meinen Texten, bei wem auch immer.
    Es soll ja auch wirklich nur ein Schupser sein zum Nachdenken.
    liebe Grüße in den Abend, Klärchen

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  4. Hi Klärchen, beim abendlichen wandern auf deine seite fand ich diesen Text von 1990, erinnere mich nur vage, weiß nicht mehr in welchem Buch...?
    Fandest du es mutiger im Blog Gedichte und texte zu schreiben als in einem Buch das ja in BX ebenfalls öffentlich ist...?(wenn auch nur meist uns bekannten Personen, denke ich haben uns auch viele andere dort entdeckt, egal wie - Gedichte sind immer oder sehr oft emotional und keiner weiß was den Autoren bewegt hat sie zu verfassen, ich denke an die dame Strittmatter die ich so mochte, leider ist sie schon tot, doch kurz davor schrieb sie noch sehr emotionale gedichte die mit ihrem wirklichen leben kaum mehr etwas zu tun hatten...
    schön, dein text...
    dir einen schönen Abend, Angel

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  5. Liebe Angel, ich habe unveröffentlichte Texte, jede Menge nach Jahreszahl archiviert. Bei BX stand das wenigste und bestimmt nicht solche Texte.Die kannst du bestimmt nicht kennen es sind über ....
    Biografisches habe ich eh nicht veröffentlicht, eher selten. bei BX schon gar nicht. Nun nach langer Überlegung lasse ich einiges frei. die Jahreszahl schreibe ich dazu, damit man sieht es ist Vergangenheit und doch in der Gegenwart gültig .
    Ich möchte nicht täuschen darum das Jahr. Bei aktuellen Texten steht ja das Jahr im Blog.
    Da ich ein empathischer Mensch bin, kann ich mich sehr gut in andere hineinversetzen ohne immer selber betroffen zu sein. Mein Beruf hat es ja auch mit sich gebracht anderen zu zuhören ohne Stress. Da kommt schon was zusammen an Erfahrung und natürlich meine Eigenen.
    Ich hoffe ich habe Dich nun in Bezug auf BX aufgeklärt,
    lieben Gruß und danke, dass Du Dir Gedanken machst, Klärchen


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  6. Ein Gedicht, das aus der Tiefe kommt und zu Herzen geht.
    Man spürt Unsicherheit, Verzweiflung, ein bisschen Wut -
    aber ganz viel Aufbruch und 'ich pack das', so viele Steine
    gibt es gar nicht, dass ich nicht wieder aufstehe! Sehr schön!
    Danke, dass du auch diese verletzliche Seite von dir zeigst!
    Einen schönen Abend! Martina

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  7. Liebe Martina, ja es gibt sie die verletzliche Seite. Man muss ja auch erst mal bereit sein davon etwas zu zeigen.Ich mache es nicht oft und gern. Einiges ist ja auch Vergangenheit, darüber spricht es sich leichter,weil man es selber versteht mit der Zeit.
    Danke für Dein Verstehen, Du hast richtig gespürt.
    Manchmal fällt die Maske für kurze Zeit, es ist nicht immer so wie es scheint.
    Es ist spät und ich wünsche Dir einen schönen Morgen, Klärchen

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