Samstag, 4. Juli 2015

Wüst und leer

Poesie a la carte am Sonntag 

bei Worttupfer

nach  Wald,, Schloss, Meer, Weg, Steine, Farben,
 das Thema an diesem Sonntag "Wüste"
Marokko


Es sollte mir eigentlich nicht schwerfallen bei den Temperaturen um 38 Grad bei uns an dieWüste zu denken. Als ich heute morgen an den Kühlschrank ging und mir eine Flasche Wasser  heraus nahm, dachte ich, wie gut habe ich es doch. Bei uns gibt es für kurze Zeit heiße Sommertage und wir stöhnen über die Hitze. Wir haben Wasser, können es uns Kistenweise holen, eisgekühlt kann unser Durst gestillt werden.
In Afrika haben sie beides, Hunger und Durst. Brunnen die vertrocknen im Wüstensand, sie laufen mit Kanistern und holen das Wasser von weit her, oft ist es verseucht und dreckig. Dazu der Saharawind in vielen Ländern.
Dort ist die Wüste durch das Klima naturgegeben.
Hier werden wir uns unsere eigene Wüste schaffen obwohl wir alles haben an Grün, was uns das Leben mehr als erträglich macht. Wir vernichten unser Paradies langsam aber sicher. Dabei sind wir auf der Sonnenseite der Erde mit einem guten Klima. Vor vielen Jahren hat das Thema Umwelt mich schon beschäftigt so dass ich darüber Gedichte schrieb.Der Klimawandel ist im Gange.
 Ich denke es passt heute auch zu der Poesie am Sonntag bei Worttupfer auch wenn es nachdenklich stimmt, es gibt eben nicht nur die heile Welt
K.S.2015

Poesie a la carte

Vernichtung

Ich glaube die Erde wird wüst und leer
der Reichtum abgeerntet
der Boden karg und schwer
das Meer wird riesengroß
ein gewaltiger Sturm bricht los
die Sonne unerträglich heiß
an den Polen schmilzt das Eis
die Erde explodiert!
1988 geschrieben  geändert 2015


Vernichtung Atom

 Wo sind die Bäume,
 Blumen und Wiesen geblieben,
wo sind die Träume,
alles was wir Menschen lieben?
Keinen Samen können wir streuen,
wir müssen bereuen,
unsere Kinder klagen uns an.
Das Paradies ist kein Vermächtnis mehr,
die Erde wird wüst und leer. 
 1988 K.S.inspirierten mich zu dem Text
    Frankreichs  Atomversuche von 1960-1996 

Am Strand von Bansin aufgenommen K.S.
   Frankreichs  Atomversuche von 1960-1996                             


Über die Auswirkungen der Tests in Algerien ist wenig bekannt. Die Sahara im Umkreis von 300 km südwestlich bis 300 km östlich von Hamoudia war seinerzeit praktisch menschenleer. Alle vier Explosionswolken wehten in diese Richtungen. Auf Wunsch Algeriens untersuchte die IAEA das Gelände und stellte in ihrem Bericht von 2005 fest, dass aufgrund der sehr schwachen restlichen Radioaktivität erst dann Sicherheitsmassnahmen zu veranlassen seien, wenn sich größerer menschliche Aktivität in der Gegend abzeichnet. Dann müsse der Zutritt zu den vier Explosionsorten untersagt werden. Es gibt aber Gerüchte über einige Zwischenfälle und eine Verstrahlung weiter Teile der Wüste Sahara. Auch in diesem Fall hatte im besonderen eine ethnische Minderheit, das Nomadenvolk der Berber, unter den Atomtests zu leiden.
 heute denke ich an Fukishima

Kommentare:

  1. Hallo liebes Klärchen,
    deine Gedanken kann ich so gut nachvollziehen,
    denn ich habe ich Rahmen meiner Mitarbeit
    im Indienhilfswerk HANDinHAND
    (über 10 Jahre war ich dort im Vorstand tätig)
    mehrere Indienreisen hinter mit.
    Ich kenne Durst und das wohltuende Gefühl,
    frisches und sauberes Wasser zu trinken...
    das viele Menschen unsere Erde eben nicht haben....
    Mein Weg war und ist das Engagement für
    die "EINE WELT", die uns geschenkt ist....

    Vielen Dank für deine Gedanken,

    ganz herzlich

    Birgitta

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  2. Liebe Klärchen - mir kam bei deinem Text gleich der Song von Peter Schilling "die Wüste lebt" von 1982 in den Sinn -
    "wir schaffen uns unsere eigene Wüste" - wie recht du hast !
    Danke für deine Worte die nachdenklich stimmen und dein ganz eigenes Alarmsignal!!

    Liebste Grüße, Ulla

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  3. Liebes Klärchen, deine heutigen Gedanken sind sehr emotional, sie kommen aus der Tiefe und berühren. Wie recht du hast mit dem, was du schreibst. Ich kann alles nur doppelt und dreifach unterstreichen!!! Nachdenkliche Grüße! Martina

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  4. Ach wenn doch die Menschheit endlich gescheiter würde . . .!
    Schön geschrieben und gedichtet !
    Danke auch, dass du auf uns andere "Poeten" noch hinweißt :-)
    ♥liche Grüße

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