Mittwoch, 2. März 2016

Briefgeheimnisse




Es gibt viele Themen über die ich schreiben könnte, aber manches ist eben nur meine Meinung die ich wieder gebe, keine Expertenmeinung.
Manchmal fällt einem ja nichts ein ,was man schreiben könnte im Blog. Krampfhaft nach einem Thema suchen liegt mir nicht, also versuche ich es mit einem Gedicht. da sind genug in meinem Archiv.

 Ein ganzes Leben schreiben. alles kann man nur nicht veröffentlichen, es ist allenfalls für die Nachkommen bestimmt, wenn sie überhaupt Interesse haben.
Meine liebste Freundin war bei mir zu Besuch , wir haben die ganze Kindheit und Jugendzeit zusammen verlebt. Anschließend  drifteten wir beruflich auseinander aber der Kontakt blieb, auch nach unserer Heirat. Eigentlich hatten wir uns  mit 14 Jahren geschworen, keine Männer in unser Leben zu lassen. Wir konnten und wollten es später nicht einhalten.
 Unsere Männer verstanden sich, dass war wichtig für uns.

 Wir wohnten hundertfünfzig km auseinander. Solange die Kinder klein waren wurde unser reger, brieflicher Kontakt aus der Jugendzeit fort geführt. Später, als jeder ein Auto hatte und Telefon, änderte sich alles.
Es wurde nur noch zu den Geburtstagen und Feiertagen  mit der Hand geschrieben wenn man sich nicht besuchte. Ansichtkarten aus dem Urlaub, die habe ich aufbewahrt, warum auch immer.
Das Leben meiner Freundin veränderte sich im Laufe der Jahre, die Ehe ging auseinander, während ich ein Exot wurde und immer noch mit meinem Mann zusammen bin.
Nach Zwischenstationen hat sie aber auch noch mal die Ehe gewagt.
Während sie viele Male umzog bewahrte sie alle Briefe von mir , die ich ihr in der Jugendzeit schrieb, auf .
 Dank ihrer Sammelleidenschaft durfte ich sie einmal lesen. Alles lief wie ein Film vor mir ab, einiges hatte ich schon vergessen und es wurde lebendig.
Nun hatten wir das Thema wieder als sie bei mir war, meine Briefe, was wird aus ihnen?
Ihre Söhne und ihr Mann können nichts damit anfangen und es wäre mir auch unangenehm wenn sie es lesen würden was ich in meiner Jugend so verzapft habe. nein…nichts unanständiges, alles im normalen Bereich.
Es könnte ihr ja mal etwas passieren!
Gern hätte ich alle Briefe und würde sie für meine Tochter aufbewahren, so würde sie viel von ihrer Mutter erfahren ,was man nicht erzählen kann.
Nun bin ich gespannt ob die Briefe mal bei mir landen. sie kann sich noch nicht trennen, weil sie gern in alten Briefen liest.
Ich auch, in den Liebesbriefen von mir und meinem Mann, die werden überarbeitet, denn jeder muss nicht alles wissen.
Ach, ist das interessant!
© Klärchen
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Kommentare:

  1. Hallo Klärchen,
    wunderschön so eine Freundschaft, in der man sich soviele Briefe schreibt, oder
    geschrieben hat. Ich bin nicht so die leidenschaftliche Sammlerin von Briefen und Ansichtskarten.
    Doch die Briefe, die mein Mann und ich uns geschrieben haben, sind sorgfältig verwahrt.
    Ob ich möchte, dass meine Tochter sie liest, das habe ich mir noch gar nicht überlegt, manche intime Details sollten glaube ich 2 Menschen vorbehalten sein, die möchte ich nicht teilen - glaube ich.
    Lg und einen schönen Tag.
    Sadie

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  2. Liebe Sadie, die Briefe an meine Freundin, darf meine Tochter sehen, Vergleiche zu ihrer und meiner Jugend. Die Briefe die mein Mann und ich uns geschrieben haben werden bearbeitet und als Biografie weiter gegeben. Die intimsten Geheimnisse werden nicht dabei sein, zwinker.
    Danke für Dein Lesen, es freut mich sehr, Klärchen

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  3. ja.. alte Briefe..
    ich habe auch sehr viele aufgehoben
    und erst letztens wieder darin gestöbert
    es ist manchmal doch erstaunlich wie naiv man war und was für Rosinen man im Kopf hatte ;)
    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Ja, liebe Rosi, dumm und unerfahren, an das Gute glaubend mit einer gewissen Naivität.
      Danke fürs Lesen, Klärchen

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  4. Hallo Klärchen, habe auch eine große Schachtel, in dir ich davon seit mindestens 30 Jahren immer wieder nette Post reiner. Irgendwann werde ich sie mal wieder lesen. Liebe Grüße Eva

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    1. Ich habe auch eine große Teedose,eher Kiste aus Blech, die gab es früher, da sind meine Schätze drin.
      Liebe Eva, ich danke Dir fürs Lesen, Klärchen

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  5. Marie Claire,
    es ist schön, wenn man so alte briefe noch hat. Es wäre gut,
    wenn du die Briefe und Karten bekommen könntest.
    Ichhabe unlängst aussortiert. Ich wüßte nicht, wer sich dafür
    interessieren sollte - also lieber jetzt schon weg damit.
    Da es mir wieder besser geht, werde ich wieder regelmäßig hier sein.
    Einen schönen Abend wünscht dir
    Irmi

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    1. Liebe Irmi, ich freue mich so, dass es Dir besser geht und ich wünsche Dir von Herzen das es so bleibt.
      Ich freue mich sehr , dass Du bei mir gelesen hast.
      Wenn man niemanden hat der es liest, da würde ich auch ab eienm gewissen Alter aussortieren. ich baue auf meine Kinder.:))

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  6. in alten Schriften/Briefen schmökern, alte Zeiten und ERinnerungen neu aufleben lassen, Revue passieren was wann geschah, Ja liebes Klärchen das kenne ich auch, viele werden dir beipflichten dass das etwas sehr Schönes ist. Ich habe viele frühere Briefe von meiner Mutter und meinen beiden Brüdern mit denen ich lange bevor es den PC gab - ausgetauscht und schrieben, erhalten und in einer dicken Kladde gebunden wie ein Heft. Wie ein Buch liest es sich und von zeit zu Zeit holt man sie heraus, in langen Winternächten beispielsweise wenn man schecht oder wenig schläft, zur Aufmunterung und Auffrischung. das gehört dann aber wahrscheinlich weniger in die Sammelleidenschaft sondern eher in die ERinnerungskiste. Schön, dass du sie wieder aufleben konntest mit deiner Freundin deren Freundschaft euch so lange und innig verband, da freu ich nmich für dich...und sie .liebste Gr. Angel...

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  7. Ich weiß, Angel, Du magst das auch.Es ist schön, wenn man es greifbar hat und nachlesen kann. Ich muss meine Freundin noch ein wenig überreden.
    Es wird schon, und dann gehts an die Biografie.
    Es freut mich dass Du hier warst zum Lesen, liebe Grüße, Klärchen

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  8. So eine Erinnerungskiste habe ich auch . Da stöber ich alle paar Jahre mal drin rum . Ansonsten ist auch alles pikante entsorgt *gg
    Dafür heißt es ja auch Briefgeheimnis ;)

    LG Heidi

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  9. Ein Paradies, so eine Kiste! Natürlich denkt sich da die Frage des Briefgeheimnisses auf; da bin ich auch noch nicht ganz mit mir einig, was damit passieren soll... Ich hab schonmal überlegt, ob ich die wirklich spannenden Briefe einscanne und passwort geschützt irgendwo deponiere... Ist zumindest eine Herausforderung, wenn ich sie mal hinterlasse...
    Aber ich hab auch noch fast alle Tagebücher, seit ich 15 war... Die scanne ich jedenfalls nicht ein...

    Im Sommer kommt meine alte Schulfreundin mich besuchen und ich freu mich schon auf's "weiste noch...!?!"

    Liebe Grüße, Joana

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    1. Ich hab grad gesehen, dass du eine falsche Blende 7 in der Blogroll hast; die gehört irgendwie nicht mir... Ich bin auch gestern umgezogen, bzw. zusammengezogen und blogge nun hier: http://alsterdeern.blogspot.de

      Tschüssi ;)

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  10. Ich gehöre auch zu den Exoten - lach! Und eine Freundin aus Schulzeiten gibt es auch noch - allerdings gingen nie Briefe hin und her. Seit wir etliche Kilometer voneinander entfernt wohnen, telefonieren wir. Nicht mehr so oft - dennoch regelmäßig. Auch wir haben das Glück, dass sich unsere Männer verstehen. Eine Freundschaft, die über so viele Jahre besteht, ist wertvoll - auch wenn Interessen sich manchmal verändern und man nicht mehr in allem überein stimmt! LG Martina

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    1. Liebe Martina, als es das telefon gab, gingen auch keine Briefe mehr hin und her.Am Anfang haben wir uns noch schriftlich über die Kinder ausgetauscht, das ist auch interessant, wer welchen Rat hatte beim Schreien und Füttern usw.
      Ich danke Dir mit lieben Grüßen, Du Exotin, Klärchen

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  11. Liebe Joana ich habe es geändert. Komisch, da war gestern Ein ganz anderes Eingangsbild, naja, Google spielt manchmal nicht mit, den hatte ich nicht.
    Liebe Grüße und danke.
    Ich habe alles eingescannt was ich bisher habe und auf einen Stick gezogen.

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    1. Dankeschön!
      Stick ist auch eine gute Idee!

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  12. Liebes Klärchen, so ähnliche Freundschaften habe ich auch - eine dieser Freundinnen ist übrigens Maria, mit der wir auf der Almhütte waren (mehr darüber morgen in meinem Blog). Zwischen ihr und mir sind auch viele Briefe hin und her gegangen - und weil ich damals schon eine "Sammlerin von Erinnerungen" war, habe ich relativ bald damit angefangen, meine Briefe mit einem Durchschlag zu schreiben oder später sie zu kopieren, damit ich bei Bedarf auch nachschlagne konnte, was ich geschrieben habe. Solche Briefe nach Jahren zu lesen, ist manchmal rührend, manchmal spannend und immer eine Reise in die eigene Vergangenheit. Ich bewahre das alles auf, und wenn ich mal nicht mehr bin, soll damit geschehen, was auch immer damit geschehen soll. Je ne regrette rien ;o))
    Herzliche Rostrosengrüße
    von der Traude
    ☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼
    PS: Danke für den Lacher vonwegen "nur Gras esse ich nicht"! (Da bin ich aber froh ;o)))

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