Freitag, 4. März 2016

Unten drunter

Heute möchte ich ein Buch vorstellen

eine Gemeinschaftsarbeit vom Teamtime bei Bookrix.

Unten drunter   http://www.bookrix.de/_ebook-teamtime-unten-drunter/

 Früher und heute

ein schlüpfriges Thema

Die Autoren haben recherchiert und in alte Schränke geschaut , so einiges an ganz Privatem hervorgeholt. Ja, was trug man früher unten drunter , viele kennen nicht mehr den Liebestöter, oder die Bollerhosen der Großeltern und Urgroßeltern.Früher hielten sie sich warm , schwere körperliche Arbeiten wurden von Frauen und Männern auf dem Lande geleistet bei Wind und Wetter. Da war weite praktische Unterwäsche gefragt.

Unten drunter
Eigentlich kein heikles Thema mehr, sondern völlig normal unter jungen Leuten. Kommt darauf an, wo und wie man es trägt, wer drunter schaut. Die ältere Generation hat damit eher Probleme und trägt lieber die Wohlfühlunterwäsche.
Prüde wurde ich nicht erzogen aber bei dem Thema Unterwäsche hielten sich auch meine Eltern bedeckt im wörtlichen Sinne. Richtig wahrgenommen habe ich die Unterwäsche meiner Eltern eher an der Wäscheleine und weiße Wäsche zum Bleichen auf der Wiese.
Ab einem gewissen Alter wurde ich aber doch neugierig und sah die Unterwäsche meiner Mutter und meines Vaters auch angezogen, wenn sie aus dem Schlafzimmer kamen und in die Waschküche zur Morgentoilette gingen. Ein richtiges Badezimmer hatten wir damals noch nicht, das kam erst später.
Vater trug lange Unterhosen und langärmelige Unterhemden aus Baumwolle in weiß. Mutter hatte Unterschiedliches an. Wenn sie ins Moor zum Torfstechen ging, zog sie sich warm an, die Schlüpfer waren rosa, etwas dicker, weit und flauschig aus Baumwolle, mit Gummizug auch an den Beinen. Wir sagten Bollermänner später dazu und lachen heute darüber. Die Hemden und Unterröcke waren aus dem gleichen Material.
Wenn sie ausging und Sonntags kam weiße, feinere Unterwäsche zum Vorschein. Unterröcke aus Nylon mit Spitze in allen möglichen dezenten Farben.
Die trug ich als junges Mädchen auch noch.
Als Kind gab es Leibchen für uns, da wurden mit Gummibändern und Knöpfen die Strümpfe befestigt. Für den Winter strickte unsere Mutter uns Boströcke (hochdeutsch Brusthemden ) und warme Unterhosen aus Naturwolle für den Winter. Darunter trug man normale Baumwollschlüpfer. Es gab ja noch keine Hosen für Mädchen und so war man warm im Winter.

 In den 60iger Jahren gab es dann endlich den Petticoat, das war was Tolles und er lugte natürlich unter den gekräuselten, weiten Röcken hervor, das musste sein. Zu Weihnachten bekam ich ihn in rosa und meine Schwester in hellblau. War das ein Fest! Rock`n Roll und dann kam der Twist, wow! Zu den Zeiten von Beatles und Stones wurde es ja locker, die Hippizeit der 68er, Blümchen im Haar.
Ja und dann kam die Mode mit den Spitzenunterröcken, oben am Busen Abnäher, dünne Träger, durchsichtig und oben und unten ein Spitzenrand, je breiter die Spitze, desto schöner.
Die Mode änderte sich immer wieder und es kam mehr Farbe in die Unterwäsche.
Was ich nie mochte aber auch getragen habe, waren die sogenannten Liebestöter, das waren sie wirklich. In den Farben war ich schon fortschrittlich, dunkelrot mit schwarzem Spitzenrand, meine Schwester trug sie naturfarben. Die Hosen sahen aus, wie die so genannten Radlerhosen bis zum Knie.Heute kann man auswählen, was Mann, Frau, das Herz und der Geschmack begehrt. Vom Korsett bis zum Wonder Bra.
Auch die Männer haben mehr Auswahl, viele sind aber noch sehr konservativ, Feinrippunterhose und Feinripphemd. Alle Männer haben noch nicht entdeckt wie praktisch die Shortys sind…, ja...
Ich bin normal modebewußt, nicht konservativ und offen für alles, nur wenn ich zum Arzt gehe, da bin ich fast ohne Farbe und eher sportlich,brav und bescheiden.
Der Doktore ist ja auch nur ein Mann!

© Klaerchen


Kommentare:

  1. Ich hab mir schon entsprechende Bücher und Ausstellungen angeschaut .
    Das ist ein absolut interessantes Thema ;)
    LG und ein schönes WE für Dich
    von Heidi

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  2. Liebe Heidi, Du hast Dich getraut einen Kommentar abzugeben.Mir scheint es ist immer noch irgendwie ein Tabu auch in der heutigen Zeit wo soviel Haut gezeigt wird. Viele kennen warscheinlich auch nicht das unten drunter von früher und es gibt dazu nichts zu sagen. Ich habe es ja auch beschrieben...grins.
    Lieben Gruß zu Dir, Klärchen

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  3. Herrlich! Und wie immer wenn ich die Drunterbilder von früher sehe, bin ich froh, dass ich heute lebe: kunterbunt, bequem und irgendwie sexy... Wobei so manches alte Teil sich heute durchaus als straßentauglich erweisen würde... im Sommer sah ich im Stadtpark Mädchen in diesen Liebestötern flanieren; es sah als "Shorts" gar nicht mal blöd aus... und es war ein Hingucker!

    Liebe Grüße, Joana

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  4. lacht....einfach nur Toll dein beitrag zum Thema das so lange und auch oft sogar heute noch!TABU zu sein scheint, obwohl wir doch angeblich soo fortschrittlich sind.
    Ein herrliches Thema das du da vor unser alleraugen ausgebreitet hast;
    leicht, flockig - locker vom Hocker! und verraten haste uns sogar deine beliebteste Unterwäsche als Kind....
    :)) schön...na, ich denke so ganz viel freches verraten haste nicht, wir wissen schließlich alle was wir mal" untendrunter" trugen..schon erstaunlich was sich alles ändert, gell?!°.....damit ists kein Geheimnis mehr, aber sehr nett.
    sehr gerne gelesen...
    herzlichst Angel.

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